Klug sein reicht nicht. Über die Verwechslung von Intelligenz und Leistung

erschienen in: Aargauer Zeitung /Die Nordwestschweiz, 18.03.2026, 2. Wir kennen sie: die klugen Kinder, die schnellen Denkerinnen, die Menschen mit «Köpfchen». In der Schule gelten sie als Hoffnungsträger, im Beruf als Talente. Intelligenz verspricht Sicherheit: Wer klug ist, wird erfolgreich. So die verbreitete Annahme. Doch die Wirklichkeit erzäh...
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Wenn jedes Gefühl zur Diagnose wird: Psychische Gesundheit Jugendlicher im Influencer-Zeitalter

erschienen in: Aargauer Zeitung / Die Nordwestschweiz, 02.02.2026, 2. Ist die Jugend eine «kranke» Generation? Wer heute jungen Menschen zuhört oder durch soziale Medien scrollt, kann diesen Eindruck gewinnen. Traurig sein bedeutet für viele: Depression. Nervosität vor einer Präsentation gilt als soziale Angst. Seelische Zustände tragen medizinisch...
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Für eine Pädagogik des Scheiterns - Warum unser Bildungssystem das Phänomen tabuisiert

Das ist der vollständige Beitrag zur Pädagogik des Scheiterns in der NZZ vom 24.01.2026 Niederlagen, Misserfolge, Versagen – oder wie auch immer Scheitern im Bildungssystem bezeichnet wird – wer will denn schon darüber reden? In Schule und Ausbildung sind Gewinner erwünscht, nicht Verlierer. In einem Vorstellungsgespräch fragt niemand, wo man übera...
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Warum das Bildungssystem eine Pädagogik des Scheiterns braucht

Zusammenfassung meines Gastbeitrags in der NZZ vom  24.01.2026  Unser Bildungssystem ist auf Erfolg fixiert und verdrängt das Scheitern. Niederlagen gelten als individuelles Versagen und werden möglichst schnell aus dem pädagogischen Diskurs entfernt. Diese Haltung ist jedoch nicht nur realitätsfremd, sondern pädagogisch problematisch: Si...
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Über die Ökonomisierung der Kindheit

erschienen in: Aargauer Zeitung /Die Nordwestschweiz, 22.12.2025, 2. Eine grosse pädagogische Errungenschaft der Moderne ist die Kindzentrierung. Auf paradoxe Weise wird sie von unserer kommerzialisierten Kultur erfüllt. Schon kleine Kinder nehmen längst nicht mehr nur die Rolle als passive Familienmitglieder ein. Sie gelten als Konsumenten mit eno...
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Unentbehrliches Enkelbusiness - Grosseltern sind so wichtig wie nie – aber es gibt auch Konflikte

erschienen i: Aargauer Zeitung / Die Nordwestschweiz, 10.11.2025, 2. Küsschen und Umarmungen zu jeder Zeit, Süsses ist erlaubt, feste Zubettgehzeiten sind nicht so wichtig. Das ist eine manchmal verschwiegene «Hausregel» nicht weniger Grosseltern. Mütter und Väter sehen dies lange nicht immer so. Mindestens die Hälfte von ihnen berichtete in unsere...
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Belastete Mädchen – coole Knaben? Zwischen psychischen Krisen und Gamesucht

erschienen in: Aargauer Zeitung / Die Nordwestschweiz, 29.09.2025, 2. Mädchen sind in der Schule erfolgreicher als Knaben – darauf verweisen Studien seit Jahren. Doch seit der Pandemie zeichnet sich ein Wandel ab: Während Mädchen nach wie vor bessere Leistungen zeigen, nehmen ihre psychische Belastungen deutlich zu. Knaben wirken oft gelassener und...
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Streitet euch - aber möglichst konstruktiv! Wie Paarkonflikte Kinder stärken können.

erschienen in: Aargauer Zeitung / Die Nordwestschweiz, 18.08.2025, 4. Paare mit Kindern trennen sich zu schnell. Sie verhalten sich so, wie dies die Wegwerfgesellschaft vormacht. Was nicht mehr gefällt, wird entsorgt. Der Kick lässt nach, man lebt sich auseinander oder es gibt ständig Streit. Die Leidtragenden sind immer die Kinder. Davon liest man...
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Der leise Ausstieg aus dem Gymnasium. Dropouts sind noch lange keine Verlierer

erschienen in: NZZ, 11.07.2025, 15. Wer vor der Matura das Gymnasium verlässt, gilt als Dropout. Die Ursache dafür wird meist in der mangelnden Intelligenz gesehen. Solche jungen Menschen sollten eher eine Berufslehre machen oder eine Fachmittelschule besuchen – heisst es. Tatsache ist, dass etwa drei Viertel der Heranwachsenden das Gymnasium auf d...
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Gebt den Kindern Flügel! Warum Kinder in den Sommerferien spielen sollten

erschienen in Aargauer Zeitung / Die Nordwestschweiz, 07.07.2025, 2. Schule, Hausaufgaben, Förderunterricht, Sport, digitale Medien – der Alltag ist durchgetaktet. Kinder verbringen deshalb wenig Zeit draussen beim unbeschwerten Spielen. Die enorme Präsenz von Bildschirmen beschäftigt sie vor allem passiv, regt aber kaum zur Bewegung oder zum sozia...
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